Wanderabenteuer von Tallinn nach Lissabon!

Echte Pilger?

Gerade als wir uns an das Wanderleben auf dem Jakobsweg gewöhnt hatten, mussten wir uns der Frage stellen: Seid ihr echte Pilger? Was uns zur Frage führte: Was SIND echte Pilger?
Wir haben oft bei Familien übernachtet, die Pilger aufnahmen und ihnen ein gemeinsames Abendessen, ein gemütliches Bett und eine warme Dusche, sowie ein Frühstück am nächsten Morgen gaben. Die Pilger boten Geschichten von ihren Abenteuern und am Ende einen kleinen Beitrag. Wenn wir unsere Geschichte erzählten, bekamen wir entweder zu hören: „Wow, das ist aber eine lange Pilgerschaft!“ oder: „Also hattet ihr nicht wirklich vor, nach Santiago zu pilgern?“ Darüber mussten wir ein bisschen nachdenken, da wir den Jakobsweg hauptsächlich aus praktischen Gründen gewählt hatten. Doch dies ist der Fall bei vielen Pilgern – weil er gut markiert ist, es immer eine Unterkunft gibt und man leicht Gesellschaft findet. Dennoch ist es unmöglich, nicht von der Geschichte dieses Netzes von Wegen berührt zu werden, die seit vielen Jahrhunderten von den unterschiedlichsten Menschen aus den verschiedensten Gründen gegangen werden. Es bietet Zeit für Introspektion und Nachdenken und der besondere Geist des Weges, der in Zeichen am Weg, aber in erster Linie in den Menschen, die man trifft, gefunden werden kann, verstärkt diesen Prozess.

Unsere wunderbaren Gastgeber:

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Puybelliard

Wir durchquerten zwei départements, Vendée und Charente-Maritime, in 14 Tagen (Tage 314 bis 327) – und nahmen nicht einen einzigen Ruhetag! Der Grund für die Eile war, dass Josés Bruder bald kam, um mit uns zu wandern, und wir einen Ruhetag mit ihm und Freunden und Familie in Rochefort verbringen wollten. Jorge war nicht der einzige Besucher in Frankreich; unsere Freundin Anne-Marie kam noch einmal für zwei Wandertage, zusammen mit ihrem Mann Jimmy! An ihrem Abreisetag kehrten wir an die Küste zurück. So schön die Landschaft im Innern des Landes war, es ist kein Vergleich zu der Nähe des Meeres.

Auf diesem Teil des Weges gab es so viele Eindrücke, dass wir euch lieber die Bilder zeigen als euch mit langen Beschreibungen zu quälen.

Clisson, die letzte Festung der Bretagne, und der Anfang des Weges in der Vendée:

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Wandern in der Vendée:

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Charente-Maritime:

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Wir holten unsere Freunde am Bahnhof von Rochefort ab, bevor wir uns gemeinsam auf eine laaange Wanderung machten. Die Schwebefähre, die wir nehmen sollten, um auf die andere Seite zu gelangen, war noch geschlossen und so waren wir gezwungen, 5 km weiter und über eine vielbefahrene Autobrücke zu laufen. Es war stockdunkel, als wir endlich an unserem Zielort waren und zusammen ein wohlverdientes Abendessen genießen konnten!
Der nächste Tag war etwas leichter und wir hatten eine schöne Überraschung: Als wir an einem Haus mit dem Symbol des Jakobsweg vorbeigingen, lud uns die Familie zu sich ein und bot uns Kaffee und Kekse an.

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Wir bestiegen die Fähre in Royan, die uns nicht nur ins nächste département, Gironde, sondern auch zum Strand brachte! Anfangs folgten wir dem offiziellen Weg, eine lange gerade Linie inmitten von Nadelbäumen. Doch unser Wunsch, nahe am Meer zu sein, war so stark, dass wir bald zum Strand wechselten, wo wir erfreulicherweise gut laufen konnten. Nach 14 Tage ohne Pause kamen wir in Montalivet an, von wo aus wir zurück nach Rochefort fuhren, um Josés Bruder und Tante zu treffen.

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2 Responses to Echte Pilger?

  1. Da kommen wieder die Erinnerungen.. war eine schöne Zeit die wir mit euch auf eurer Wanderschaft verbringen durften

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Statistik

km

12 Länder durchquert
319 Wandertage
89 Ruhetage

Aktualisiert am 11.06.2016 – ANGEKOMMEN IN LISSABON!