Wanderabenteuer von Tallinn nach Lissabon!

Tallinn

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Jose antes depois
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Wenn man den Finnischen Meerbusen überquert, lässt man die sehr westliche, design-orientierte und moderne Hauptstadt Finnlands hinter sich und erreicht die estnische Hauptstadt, mit einer östlichen Vergangenheit und westlicher Zukunft, in der sowohl das Mittelalter als auch die Kreativität der Jungen gefeiert wird.

Wie viele andere unternahmen wir diese Überfahrt an Bord einer Passagierfähre mit neun Decks, auf denen sich mehr als 10 Bars, Cafés und ein großer Duty-Free-Laden zur Unterhaltung der Passagiere während der 2 1/2 stündigen Reise befinden. Nun, vielleicht nicht nur zur Unterhaltung; viele Finnen und Esten decken sich mit zollfreiem Alkohol ein oder betrinken sich mit finnischem Wodka zu estnischen Preisen. Für uns war es einfach eine entspannte Reise zum Startpunkt unserer Wanderung.

Aber Moment, erst hatten wir ja noch fünf Tage in Tallinn vor uns; die letzten Tage in einer Wohnung, das letzte Mal als Touristen, nicht als Rucksackwanderer, und ein paar Tage, die wir mit Jan und Romi, Moikens Bruder und seiner Freundin, verbringen durften.

Natürlich sind wir die 2,5 km vom Fährhafen bis zu unserer Ferienwohnung gelaufen; sie befand sich in einem traditionellen Holzhaus südlich der Tallinner Altstadt. Tarvo, der Vermieter der Wohnung, erklärte uns alles, was wir wissen müssen, und versicherte uns „selbstverständlich sind die Supermärkte bis 22.00 Uhr und am Sonntag geöffnet, das hier ist doch eine Stadt!“ Zürich wurde soeben zur Kleinstadt herabgestuft.
Wir kauften einheimische Lebensmittel für die nächsten Tage und bereiteten wir uns auf einen häuslichen Sonntag vor, an dem wir an der Internetseite arbeiten und Vorbereitungen für die Wanderung treffen konnten.

Am Montag konnten wir die estnische Wandervereinigung erreichen und Tõnu, ihr Präsident, war bereit, uns kurzfristig zum Mittagessen zu treffen und alle unsere Fragen zum Wandern in Estland zu beantworten. Wir erfuhren, dass der E9 Wanderweg in Estland nicht sehr wichtig ist, da die hiesigen Wanderer lieber im Landesinnern laufen, nicht an der Küste. Die staatliche Waldbehörde Estlands (RMK) baut und pflegt zahlreiche Wanderwege, Camping- und Rastplätze überall im Land. Wenige davon sind an der Küste, aber das wird uns nicht von unserem Vorhaben abhalten.

Nach dem Mittagessen haben wir den ersten Rundgang durch die Altstadt gemacht. Wir wurden nicht enttäuscht: enge Gässchen, mittelalterliche Gebäude und der beeindruckende Burgbezirk, von dem aus man einen Blick auf die ganze Stadt hat – es macht großen Spaß, die Stadt nach und nach zu entdecken. Nimmt man dazu noch die große Auswahl an ausgezeichneten und günstigen Restaurants, Cafés und Bars, gibt es jede Menge gute Gründe, ein paar Tage in Tallinn zu verbringen. (Nein, wir werden NICHT von Tallinn Tourismus gesponsert.)
Am Abend kam unsere Reisebebegleitung für die nächsten drei Tage an und wir gingen aus, um die lokale Küche und Braukunst kennen zu lernen.

In den folgenden beiden Tagen sind wir kreuz und quer durch die Altstadt und die umliegenden Bezirke gelaufen; haben das Seefahrtsmuseum in Wasserflugzeug-Hangaren aus dem ersten Weltkrieg entdeckt und über die KGB Aktivitäten in Tallinns einzigem Touristenhotel zu Sowjetzeiten, dem Hotel Viru, herausgefunden. Wir schlenderten durch den Kreativbezirk Telliskivi. Wir wurden süchtig nach Vana Tallinn und prosteten uns so oft wie möglich auf estnisch zu: „Terviseks!“ Wir sahen eine Performance des Comedy Festivals, das gerade in Tallinn stattfand und spielten die estnische Version des Leiterspiels (gemischt mit Wahrheit oder Tat) in einer geheimen Bar. Dank Josés Initiative erhielten wir den Code für die Tür, auf der nichts angeschrieben war und verbrachten einige Stunden dort.

Alle guten Dinge haben irgendwann ein Ende und am Donnerstag, den 30. April verabschiedeten wir uns von Jan und Romi und trafen die letzten Vorbereitungen für unser Abenteuer. Wir kauften einen detaillierten Reiseatlas von Estland, aus dem wir alle Seiten rissen, die wir auf der Wanderung nicht brauchen würden. Wir haben in letzter Minute noch ein paar gute Tips von Kaido, einem Freund aus Estland, erhalten. José hat einen neuen Look für die Reise verpasst bekommen. Ihr könnt euch vorstellen, dass wir an dem Abend nicht so früh ins Bett gingen wie jemand sollte, der am nächsten Tag um 7.00 Uhr früh eine Wanderung machen möchte. Trotzdem sind wir am 1. Mai noch rechtzeitig aufgestanden.

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Statistik

km

12 Länder durchquert
319 Wandertage
89 Ruhetage

Aktualisiert am 11.06.2016 – ANGEKOMMEN IN LISSABON!